Der letzte Betriebsausflug

Wie jedes Jahr, so fand vor drei Tagen unser alljährlicher Betriebsausflug statt. Die gesammte Belegschaft nahm daran teil. Start war unsere Firma - das Ziel eine bekannte Talsperre in unserer Region.

Die Spritpreis waren ungewöhnlich niedrig. Ein Zusammenhang mit der Finanzkrise und der Neuerscheinung eines Gesundheitsratgebers in Mauritius konnte nicht ausgeschlossen werden.



Die Temperatur betrug 31°C, 14°C am Vormittag und 16°C zum Mittag. Doch die eingeschalteten Windräder sorgten für eine angenehme Erfrischung.

Windkraft

Was uns jedoch beunruhigte, war folgender Sachverhalt: An anderer Stelle standen etwa 15 derartige Ventilatoren, die eine gehörige Menge Wind erzeugten. Warum tut man so etwas? Sind sich die Verantwortlichen darüber bewußt, dass die Stürme dadurch nicht weniger werden? Schau ich mir die umgeknickten Bäume an, nachdem wieder mal einer am Regler der Ventilatoren rumgespielt hat, wird mir ganz grausig.

Vorbei ging unsere Fahrt an riesigen Sauerkrautvorkommen. Von hier aus wird es in alle Länder verschickt, auch nach Bayern. Dort macht man das bekannte trübe Bier draus, welches dann sogar die Japaner trinken - glaubt man der Werbung.

Sauerkraut

Nach einer von uns nicht geplanten Strecke, benannt nach dem chinesischen Verkehrsminister, Um Lei Tung, welche nicht auf unserem mitgeführten Globus verzeichnet war, waren wir endlich am Ziel angekommen. Zuerst dachten wir, wir wären im Zoo. Auf dem Parkplatz schnurrte ein niedliches englisches Kätzchen. Versuche, das Vieh mit Whisky zu animieren, schlugen fehl.

Katze

Ein Blick auf das Typschild lies uns so einiges erahnen. An dieser Talsperre wurde sechs Jahre lang gebaut.

Typschild

 Von der Staumauer aus konnten wir uns nur einen ungefähren Einblick verschaffen, welch ungeheure Leistung hier vollbracht wurde. Ein riesiges Loch musste ausgehoben und anschliessend wieder mit Wasser aufgefüllt werden. Den Aushub verwendete man zur Gestaltung der Alpen, die wie wir ja alle wissen, immer noch wachsen.

Stausee

Leider war der Strand an diesem Tag nicht sehr gut besucht. Kein Wunder auch, ging es doch gleich steil bergab. Auch die eingebauten Wasserrutschen wurden, solange wir anwesend waren, nicht benutzt.

Strand

Ein Blick auf die Rückseite der Talsperre jedoch bestätigte unsere Vermutung: Auch hier wurde gepfuscht. Eine große Menge an Wasser verlies die Talsperre offensichtlich unkontrolliert, wird jedoch in einem Becken vorerst zurückgehalten. Die auf der Betonfläche zu sehenden Poller verhindern einen unbeabsichtigten Austritt größerer Wasserbrocken, die bekanntlich große Schäden anrichten können.

Rückseite

Damit jedoch das mühseelig eingefüllte Wasser nicht verlustig geht, wird es an dieser Stelle abends wieder eingefüllt.



Wieviel Wasser letztendlich durch den Pfusch am Bau verloren gegangen ist, verdeutlicht diese Aufnahme. Das Schiff, welches früher zahlreiche Besucher über die Talsperre brachte, dient heute bei günstigen Verhältnissen nur noch als Luftschiff. Eine Berührung mit dem Wasser ist auf Grund des gesunkenen Wasserspiegels nicht mehr möglich.



Wir wollen hoffen, dass dieser Umstand bis nächstes Jahr behoben ist.

Ich hoffe, Sie konnten mit diesem Reisebericht einen Einblick gewinnen, dass auch außerhalb der regulären Arbeitszeit in unserer Firma etwas passiert.

Und zum Schluss ein Blick von oben auf die Talsperre. Obwohl zwei fast gleiche Bilder, verstecken sich doch im rechten Bild drei Fehler. Wer sie findet, tut dies bitte im Poesiealbum kund. Und hier gehts zum Suchbild

Übrigens, haben schon Männer und, man glaubts fast nicht, !! Frauen !! die Fäler Veler Fehler gefunden.